Little redhead
Juni, 2019

Publikation "VERGÄNGLICHES"

Erfreuliche Nachrichten.
In der neuen Ausgabe "SCHWARZWEISS 130" dem führenden Kult- und Szenenmagazin der künstlerischen und professionellen Schwarzweißfotografie, ist ein 10-seitiger Bericht incl. Bilder aus meinen Portfolios, mit dem Titel: "VERGÄNGLICHES" veröffentlicht worden. Es ist das zweite Mal, dass mein Portfolio analysiert wurde.

Redaktion Magazin SCHWARZWEISS / Florian Adler
Michael O.A. Klapper zeigt in seinem Portfolio Kesselhaken sowie einen verwahrlosten Friedhof. Verbindend gelingen beide Themen dadurch, dass jeweils eine morbide Stimmung vorherrscht. Klapper hat mit eher vergangenen, sich zersetzenden Gegenständen zu tun. Und es gelingt ihm, diese überzeugend in Form sehr ästhetischer Arbeiten „überleben“ zu lassen. Der Fotograf leckt erstaunlich schnell Blut, wenn er auf Dinge trifft, die ihn optisch interessieren und - das unterscheidet ihn von vielen anderen Fotografen -, er versucht sich in eher engen Themenbereichen. Bei der Ausarbeitung seiner sehr sinnlichen Arbeiten zieht der Fotograf alle Register. Er verfeinert die Stimmungen, auf die er trifft, wagt sich dabei in Bereiche der Übersteigerungen auch über Mittel der Verfremdung, des Hinzufügen, des Spielens mit Licht, Schatten und gesetzten Unschärfen. Am Anfang seiner Auseinandersetzungen mit „Kesselhaken“, auf die er über ziselierte Wappen und Zeichen gestoßen ist, stand ein Besuch bei einem Sammler solcher Gegenstände. In dessen Garagenmuseum trafen er auf sie, sauber aufgereiht an weißen Wänden, nüchtern und sachlich, aber liebevoll gesammelt. Mit großer Neugierde begann er Wege zu finden, mit denen er diese „Museumsnüchternheit“ überwinden würde, um stattdessen kleine ästhetische Geschichten zu erschaffen.
Michael O.A. Klapper schafft ein geheimnisvoll anmutendes Umfeld. Sein Portfolio beweist, wie unterschiedlich man sich einem Thema stellen kann. Eine Vermischung unterschiedlicher Themen macht immer dann Sinn, wenn diese einen annähernd ähnlichen Duktus besitzen. Und genau das gelingt Michael O.A. Klapper hier besonders gut.


"Das Hauptinstrument des Fotografen sind seine Augen. So verrückt wie es scheint, wählen viele Fotografen mit den Augen anderer – vergangener oder gegenwärtiger – Fotografen zu sehen. Diese Fotografen sind blind." /.. Manuel Alvarez Bravo

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